Tagungen für Fachleute

*Unter dem Titel „Leben auf dem Trapez“ fand zum ersten Mal im Oktober 2000 in Frankfurt a.M., initiiert von Frau Dr. Hiltrud Funk eine bundesweite Arbeitstagung zum Thema: Arbeit mit hörenden Kindern und deren gehörlosen Eltern statt. Zehn Jahre später, im Jahre 2010, konnten wir nun zu unserem Jubiläum eine erfolgreiche Tagung in Frankfurt mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erleben.”

Zur 7. Fachtagung trafen sich über 40 Fachleute vom 18. – 20. April 2007 in Lübeck.
Zu folgenden Themen wurde gearbeitet:

  • Video gestütztes Arbeiten mit gehörlosen Eltern
  • Hilfen für gehörlose Eltern aus juristischer Sicht (Gast: Dr. Thomas Meysen)
  • Struktur der Arbeitsgemeinschaft Leben auf dem Trapez

Zur 6. Fachtagung, die vom Team Bayern vorbereitet wurde, trafen sich 42 Fachleute aus dem Bereich der Arbeit mit hörenden Kindern gehörloser Eltern vom 26. – 28. April 2006 in Würzburg.

Vorgestellt wurde das Würzburger Modellprojekt zur Begleitung von Schulkindern. Im Rahmen des mobilen sonderpädagogischen Dienstes und der mobilen sonderpädagogischen Hilfen werden hörende Kinder und deren hörgeschädigte Eltern unterstützt, wenn es zu Schwierigkeiten im Regelschulbereich kommt.

Der Abend stand zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung und wurde von den Teilnehmern wieder sehr intensiv genutzt und als positiv bewertet.

Schwerpunktmäßig beschäftigte sich die Tagung mit der Umsetzung eines Rechtsanspruches von Hilfen für gehörlose Eltern. Unter der Leitung von Dr. Ulrich Hase erarbeiteten Kleingruppen die bestehenden Schwierigkeiten in der Arbeit, sowie konkrete Schritte zur Umsetzung von Erziehungshilfen. Dr. Julia Zinsmeister stellte die Möglichkeit der Elternassistenz vor, die sowohl Leistungen nach der Eingliederungshilfe als auch nach dem Jugendrecht umfasst.

Die 5. Fachtagung “Leben auf dem Trapez” fand diesmal vom 13. – 15. April 05 in Weilburg statt. 46 Teilnehmerinnen aus den Berufsfeldern:

Frühförderung
Sozialpädagogische Familienhilfe
Therapie und Beratung
bearbeiteten folgende Themenschwerpunkte:
1. CODA (Children of Deaf Adults) Austausch und Perspektiven zukünftiger Zusammenarbeit mit der CODA Bewegung Deutschland.
2. “Kollegiale Beratung” als Werkzeug bei Problemlösungen im Kontext Arbeit.
Ein Reader zu dieser Tagung wird demnächst erstellt.

Die 4. Fachtagung „Leben auf dem Trapez“ fand vom 24.-26. März 2004 in Hamburg statt. Dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Arbeitsgebieten Frühförderung, Erziehungshilfen und Beratung arbeiteten zu den Themen: Professionalisierung und Aufgabenbestimmung sowie Abgrenzung zu anderen Berufsgruppen. Die Organisation dieser Tagung wurde von Team Nord übernommen, einem regionalen Zusammenschluss der Anbieter für hörende Kinder gehörloser Eltern in Norddeutschland.

Vom 22. – 24. November 2002 fand die 3. Fachtagung „Leben auf dem Trapez“ in Bendorf/Rhein statt. Ausgerichtet wurde sie von InForma Zentrum für Hörgeschädigte gGmbH. Themen waren: Beziehung zwischen hörenden Großeltern, gehörlosen Eltern und ihren hörenden Kindern (Hiltrud Funk), Modelle der systemischen Arbeit (Hartwig Kaiser) sowie die Möglichkeiten der Gehörlosenseelsorge in der Arbeit mit hörgeschädigten Menschen (Detlef Kogge).

Die 2. Arbeitstagung „Leben auf dem Trapez“ mit dem Thema „Hilfen zur Erziehung für gehörlose Eltern mit hörenden Kindern“ fand vom 25.–26.10.2001 im Kultur- und Förderzentrum für Gehörlose in Nürnberg statt. Die 28 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet fassten am ersten Nachmittag bestehende Angebote und den Bedarf an Hilfen zur Erziehung in den jeweiligen Regionen zusammen. Am 2. Tag referierte Frau Dr. Inge Richter, Leiterin der Abteilung für Hörgeschädigte am Klinikum am Europakanal in Erlangen über die besonderen psychischen Belastungen gehörloser Eltern mit hörenden Kindern. Sie bekräftigte damit den von uns festgestellten Bedarf an erzieherischen Hilfen für gehörlose Eltern. Jochem Baltz vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Frankfurt, stellte uns die Möglichkeiten der Finanzierung erzieherischer Hilfen auf der Grundlage des SGB VIII und des BSHG vor. Diese Informationen ergaben wertvolle Hinweise für Verhandlungen mit den entsprechenden Kostenträgern vor Ort. Am Nachmittag berichteten Frau Prof. Dr. Leonhardt und Frau Grüner von der Uni München über die Ergebnisse ihres Projektes „Die Sprachentwicklung hörender Kinder gehörloser Eltern“ und konnten damit zusätzliche Argumentierungshilfen für die Notwendigkeit der professionellen Unterstützung gehörloser Eltern bieten.